Grafik: Triste Liaison (Fertig)

Guten Abend liebe Leser_Innen, 

schön, dass Ihr hier seid. Wer mein Archiv durchblättert oder schon länger dabei ist, wird jetzt verständlicher Weise denken: „Halt! Das hab' ich doch schon einmal gesehen!“
Korrekt, hier ist endlich die lang versprochenen Abschlussbesprechung von „Triste Liaison“, welches ich zuvor bereits in unfertiger Form gezeigt hatte. 
Interpretatorisch habe ich es bereits unter allen, mir wichtigen, Aspekten behandelt. Auch handwerklich habe ich nur wenig verändert: Ein paar Schattierungen nachgezogen, diverse Konturen ausgearbeitet und fertig. 

Liebe Grüße an Euch, 
Linus Misera

Triste Laison


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Grafik: Empire Of The Reaper (Serie, Part I)

Guten Abend liebe Leser_Innen,

vielleicht werdet Ihr Euch fragen: „Nanu, was soll das denn jetzt? Ist denn schon wieder Samstag?“.
Nein, natürlich ist es bis zum Samstag noch ein bisschen hin, doch ich wollte einen günstigen Moment nutzen und Euch den Beginn einer neuen Serie vorstellen. 
Ausgangspunkt ist ein Gespräch, das ich vorgestern mit Tom Galonska, einem Freund von mir, via Scype führte. Tom komponiert bereits seit längerer Zeit Lieder und Symphonien, die er dann in aufwändiger Eigenarbeit an Rechner und Piano umsetzt. Im der Unterhaltung mit ihm keimte die Idee, man könne doch zu seiner aktuellen Symphonie „Empire Of The Reaper“ eine Zusammearbeit anstreben. Er steuert die Musik bei und ich setze meine Gedanken dazu grafisch um. Aus „Empire Of The Reaper“ soll eine ganze Serie über Aufstieg und Fall eines Imperiums entstehen. Diese Chance, mit einem ambitionierten Musiker zusammenzuarbeiten hat mich derart angestachelt, dass ich bereits jetzt erste Ergebnisse vorzeigen kann. Diese setzten sich aus diversen Detailskizzen, Konzeptideen und einem fertigen Bild zusammen aus denen ich hier eine Auswahl zusammengestellt habe. Meine Hoffnung ist groß, dass sich aus diesen ersten Ansätzen, eine gute Zusammenarbeit zwischen Tom und mir entwickelt. 

Skizze I
 Die Symphonie von Tom beschreibt, wie bereits erwähnt, die Geschichte einer tyrannischen Herrschaft des Todes, den Aufstieg und Niedergang seines Imperiums. Der erste Teil „Rise“ behandelt, wie der Name schon sagt, den Beginn und die Machtergreifung des Todes, des Sensenmanns. Was ich Euch heute zeigen kann, besitzt noch keine komplexe Erzählstruktur und dient mehr dazu, mir ein klares Abbild vom dem Tyrannen zu machen, den die Symphonie beschreibt. 
Anfänglich tendierte ich noch stärker zu einer Darstellung des Todes, die eher klassisch inspiriert war. So plante ich, ihn mit naturalistischem Totenschädel, jedoch lebendigen Augen darzustellen. Dieses Vorhaben wirkte zwar zu Anfang recht stichhaltig, doch mir wurde klar, dass es der Komposition nicht angemessen war. Der Tod ist dort eher eine unmenschlichere Gestalt, die von purer Bosheit getrieben, nach Macht strebt. Daher verwarf ich den teil-naturalistischen Ansatz. 


Skizze II

Stattdessen wechselte ich zu einer verzerrten Darstellungsweise mit verzerrten Umrissen und leblos-bösen Augen ohne Pupillen. Dies machte den Schnitter um einiges furchteinflößender und verlieh ihm einen Ausdruck der gefühllosen Besessenheit. Erst später sollte das Handeln des Sensenmannes zielgerichteter und kalkulierter werden, seinem Machtstreben sollte nichts als animalische Durchtriebenheit und der Hunger nach Kontrolle zugrunde liegen. Das entsprach eher meiner Vorstellung von Macht und Machtgier. 


Aus diesen Gedanken stellte ich nun, Toms Musik stets im Hinterkopf, die erste Reinzeichnung zusammen. Die Darstellung des Gesichtes wurde noch entmenschter und ich ergänzte die Bildkomposition um wild greifende Hände, die ich um den Kopf anordnete. Den Händen, die ich anfangs mehr aus ästhetischen Impulsen hinzugefügt hatte, sprach ich die Bedeutung des wahl- und kompromisslosen Machthungers zu. Jedoch sollen sie nicht fester Bestandteil der Morphologie des Schnitters werden sondern lediglich diese erste Gegenüberstellung begleiten. 


Reinzeichnung I, Empire of the Reaper, Misera/Galonska 2012
 

Diese Zeichnungen sollen das Fundament für eine ganze Reihe an Bildern legen, die Toms Symphonien begleiten werden, wie ich hoffe. Was den Körper des Todes anbelangt, bin ich mir noch unschlüssig ob ich diesen eher klassisch oder neuartig halten soll. Es existieren erste Ansätze einer gertenschlanken Gestalt, teilweise auch mit Flügeln, die mir aber bisher zu Infantil sind. 



Schaut unbedingt auf Toms YouTube-Kanal vorbei und lasst freundliche Worte da. Dieser Eintrag wird bei Weitem nicht der letzte aus dieser Serie sein. 

Liebe Grüße, 
Euer Linus Misera


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Stimmungsbild: 50% tumbe Zeitgeistkritik, 50% egomane Larmoyanz

Guten Abend liebe Leser_Innen,

seid willkommen, einen kleinen Abriss meines uninteressanten Gefühlslebens zu genießen. Wie lässt sich diese Art von Post beschreiben? Lästig? Vielleicht. Langweilig? Bei Zeiten. Überflüssig? Unbedingt. So ist es nun einmal um das Medium des Weblogs bestellt: Von Alltag frustrierte Menschen unserer Zeit, deren Mitteilsamkeit im Freundeskreis keine ausreichende Kompensation findet, schreiben Berichte über Dinge, von denen sie keine wirkliche Ahnung haben. In dieser Internetpräsenz sind wir, wie wir sein wollen. Treten so eloquent auf, wie wir es gerne wären und sehen so aus wie wir es gern täten. Das Ganze wird dann mehr oder minder eifrig von gleichartigen Menschen gelesen. Eigentlich traurig, wie so vieles in unserer Zeit. 

Was ich tatsächlich sagen wollte:
Zurzeit steht mein Leben an einem Punkt, an dem die Entscheidungen, die ich treffe langfristige Konsequenzen vielleicht für mein ganzes restliches Dasein haben werden. Wenn ich in der Zukunft nach Gründen für die Zustände und Umstände suchen werde, in denen ich mich dann befinde, wird mir diese Zeit als Wurzel vieler Dinge erst wahrlich bewusst werden. Schon in einem Jahr könnte ich in Leipzig studieren oder noch immer frustriert in der elterlichen Wohnung dahinsiechen, so wie ich es derzeit tue. Hier in diesem unaufgeräumten Zimmer, das ich mir mit einer Spitzmaus teile, die meine Krümel essen darf. Ich würde bereuen, jetzt nichts getan zu haben, was mich voran bringt. Warum also warten. Wer nicht versucht, zu kämpfen, der kann nur verlieren.

Liebe Grüße raus an die wenigen, die das hier überhaupt lesen,
Euer (oder Dein?) Linus Misera.


Gemälde: Fleisch

Guten Abend liebe Leser_Innen, 

Auch heute wollen wir uns wieder ein Gemälde aus der näheren Vergangenheit vornehmen. Es geht um „Fleisch“ aus dem vergangenen Mai. Wie auch „Kein Anlass“ ist es mit Acrylfarben und Chinatusche auf eine Hartfaserplatte gemalt. Die, bereits letzte Woche angesprochene, Impulsivität sorgt hier wieder für einen hohen Grad an Abstraktion und Entfremdung. Inhaltlich kann und will ich hier nicht viel vorweg nehmen. 

Liebe und Küsschen, 
Linus Misera

Fleisch


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Gemälde: Kein Anlass

Guten Abend liebe Leser_Innen,

nachdem es hier in den letzten Wochen fast ausschließlich Skizzen und Grafiken zu sehen gab, möchte ich Euch heute zur Abwechslung mal wieder ein Gemälde vorstellen. Nachdem die fabelhafte Anna Maria vor einiger Zeit den begründeten Hinweis zu verstehen gab, meine Kommentare zu den Bildern nähmen zu viel der Interpretation voraus, entschloss ich mich dazu, selbige stärker dem handwerklichen als dem inhaltlichen Aspekt der Bilder zu widmen. Ist das im Sinne aller Interessierten? Lasst gerne eine Anmerkung da.

Das gute Stück heißt „Kein Anlass“ und ist am Abend des 7. Mai diesen Jahres entstanden. Die Maltechnik ist eine Mischtechnik aus Chinatusche und Acrylfarbe auf einer nicht grundierten Hartfaserplatte. Diese Technik gestattete mir, sehr impulsiv zu arbeiten und besser auf spontane Eingebungen zu reagieren. 

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche und freue mich auf nächsten Samstag.
Euer
Linus Misera

Kein Anlass


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Grafik: Käsekräcker!

Guten Abend liebe Leser_innen,

Es gibt wieder etwas Neues und vielleicht auch Unerwartetes. Seit einiger Zeit pflegen meine Eltern die Bekanntschaft mit Udo Richter, einem Kunsthandwerker hier aus Niedersachsen. Udo ist einer der zwei Söhne des bekannten Malers, Grafikers uns Illustrator Heinrich Richter (1920-2007) und verwaltet bis heute auch seinen künstlerischen Nachlass. Diese glückliche Fügung ermöglichte mir bereits oft einen Blick auf die großformatigen Originale Heinrich Richters, was sehr inspirierend war. Auch bot sich mir auf diesem Weg die unfassbare Möglichkeit mit Materialien aus dem Nachlass des verstorbenen Surrealisten zu arbeiten. 
Das Bild, das ich heute vorstellen will, ist zum Teil mit den Ölkreiden aus Heinrich Richters Nachlass entstanden. Wie viele seiner Bilder ist es auf einer stark gemaserten Holzplatte entstanden und zeigt zwei Gesichter im Profil. Somit sind also subtil auch Elemente aus Richters Stil in dieses Bild eingeflossen. Trotz seiner comichaften Note ist es Bild mit wirklichem Hintergrund. 

Das war es für diese Woche.
Bis nächsten Samstag,
Linus Misera

Käsekräcker



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