Aus dem Skizzenbuch: Musikreferenzen und dilletantisches Geschmiere

Guten Abend liebe Leser_innen,

schön, dass Ihr hier seid. Ich möchte Euch heute einmal ein paar mehr Bilder zeigen als ich es gewöhnlich an dieser Stelle tun würde. Die Tatsache, dass ich in letzter Zeit fast ausschließlich Dinge aus dem Skizzenbuch poste macht mir etwas schlechtes Gewissen. Hoffentlich ist die Lektüre meines Blogs dadurch nicht zu eintönig geworden. Vielleicht kann ich ja das ganze mit größerer Quantität ausgleichen, daher gibts heute zwei Bilder mit viel Text und Rechtfertigung. Fangen wir an!

In dunklen Auge keine Träne...

"Im düsteren Auge keine Träne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne.
Deutschland wir weben dein Leichentuch
Und wir weben hinein den dreifachen Fluch."

Dieses Zitat aus dem Song "Flugzeug, Flugzeug" von Marc-Uwe Kling und seiner Band war die maßgebliche Inspiration für diese Zeichnung. Auch wenn das Ganze natürlich im engen Sinne keine Illustration des Textes ist (Auf dem Bild ist ja sogar der Text falsch zitiert).
Solche Gesichter male ich in letzter Zeit mit großem Eifer. Sie sind simpel aber hinterlassen einen gewissen Eindruck von Tristesse und Trauer. Diese Eiterblasen, die sich da gerne mal in Mund- und Augewinkel zeigen, sind ein Bildelement das ich "Planet Terror" verdanke. 



Alter Mann mit großer Pfeife



Zu diesem Bild kann ich nicht viel sagen, was aufmerksame Leser_innen nicht schön wüsste. Auch hier findet sich wieder ein verfremdetes Gesicht nur eben halt mir einer klassischen Deckelpfeife im Mund. Auch wenn ich -bis auf einige cannabinoide Ausnahmen- absoluter Nichtraucher bin, zeichne ich irgendwie gerne Raucher. Raucher haben einen gebrochenen Subnote in ihrer Erscheinung die sehr schön mit trauriger oder nachdenklicher Mimik harmoniert.

Seit einigen Monaten versuche ich mich auch an einem Comic der etwa im Stil dieser beiden Bilder gehalten sein soll. Egal wie ich anfange, es kommt immer ein Raucher darin vor.




Falls Ihr den vielen Text nicht gelesen habt, dann ist das okay. Es geht hier ja ohnehin mehr um die Bilder als um den Hintergrund. Es ist aber natürlich auch schön und rührend, wenn es jemand bis zum Ende durchgehalten hat. 

Bis nächste Woche,
Linus Misera




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Stimmungsbild: 3...2...1... FIGHT!

Guten Abend liebe Leser_innen,
 
meine Muskeln zittern vor angespannter Vorfreude, meine Atmung geht unregelmäßig und mit kalkulierter Genauigkeit stelle ich mein Marschgepäck zusammen. Morgen werde ich mich mit Freunden nach Leipzig aufbrechen, um das Schlachtfeld des With Full Force Festials zu betreten. Uns erwarten Heaven Shall Burn, Children Of Bodom, Debauchery, Comeback Kid, Excrementory Grindfuckers, Serum 114 und ein kaum überschaubarer Berg von anderen musikalischen Leckerbissen. Das WFF ist das erste von zwei großen Festivals, mit denen ich meine Zeit nach dem Abitur (Das ich nebenbei mit 2,2 abgeschlossen habe) füllen und feiern werde.
Aus diesem Grunde werdet ihr, liebe Leser_innen, ein paar Tage nichts von mir hören. Der Kunst-Post am Samstag ist natürlich schon eingeplant, aber abgesehen davon herrscht erstmal Funmkstille bis ich am Montag ausgelaugt in die heimischen Laken sinken werde. 

Bis dann ihr Lieben, 

Euer
Linus Misera



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Filmtipp: Hard Candy

Guten Abend liebe Leser_innen,

Quelle: siehe Unten.
Heute mal ein kleiner Filmtipp zum Sonntag. Es geht um den Film "Hard Candy" aus dem Jahre 2005 mit Ellen Page und Patrick Wilson von Regisseur David Slade. "Hard Candy" behandelt das Thema sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen auf eine Art und Weise, wie ich sie bisher nie gesehen habe. Die 14-jährige Schülerin Hayley Stark (Ellen Page) und der Profifotograf Jeff Kohlver (Patrick Wilson) lernen sich beim Flirt in einem Chatroom kennen und verabreden ein Treffen. Die zunächst leichtgläubig scheinende Schülerin ist jedoch weit mehr, als sie vorgibt zu sein.
Der Film spielt kunstvoll mit dem Täter/Opfer-Verhältnis und Themen wie Selbstjustiz, wodurch er eine starke Kontroverse bezüglich seiner Moral auslöste. Dennoch ist "Hard Candy" keine moralische Beurteilung zum Thema Pädophilie. Die Dialoge sind durchdacht und treffend und nehmen dem Zuschauer stets den nächsten eigenen Gedanken voraus. Musik und Schnitt harmonieren auf gekonnte Art und Weise miteinander, was sich auch von Page und Wilson sagen lässt. 

Ich kann jedem/jeder empfehlen, den Film anzusehen. Er ist keine Sekunde langweilig und erzählt eine, als Kammerspiel verpackte, Geschichte von Macht und Ohnmacht. Am stärksten wirkt er, wenn man sich nicht zu umfassend informiert und keine Trailer gesehen hat. 

Viel Spaß damit und gute Nacht, 

Euer
Linus Misera


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Aus dem Skizzenbuch: Der mechanische Genosse

Guten Abend lieber Leser,

schön, dass Du hierher gefunden hast. Heute Abend geht es um eine Zeichnung deren Erstellung etwa auf den Jahreswechsel 2011/2012 datiert werden kann.  Wie viele andere Zeichnungen in meinem Skizzenbuch ist auch diese über einen längeren Zeitraum immer wieder überarbeitet und verfeinert worden. "Der mechanische Genosse" ist eine Zeichnung mit der ich mittlerweile sehr zufrieden bin, auch deswegen weil sie sowohl biomechanische als auch andere Elemente meines Stils in sich vereint. Ähnlich wie "Triste Liaison" nur eben als Zeichnung mit Feinliner und Filzstift.

Ich möchte Dich, lieber Leser, darum bitten, das Bild gut und nicht allzu flüchtig zu betrachten. In vergrößerter Ansicht erscheint es um einiges besser und entfaltet erst dann seine Wirkung.

Bis nächste Woche,
Linus Misera

Der mechanische Genosse




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Stimmungsbild: Öl, Öl, überall Öl!

Guten Abend liebe Leserin, lieber Leser, 

nachdem ich vor kurzem einen Stapel hervorragende Malgründe bekommen habe, habe ich mich etwas voreilig auf ein Wagnis eingelassen. In infantilem Freudentaumel dachte ich: "So! Jetzt probierst Du mal Ölfarben aus, wird schon nicht so schwer sein."
Leichter gesagt als getan. Was sich am Ende des Abends als Resultat auf der grundierten Holzplatte befand war, gelinde gesagt, peinlich. Schnell musste ich mir eingestehen, dass ich eigentlich keine Ahnung habe, wie man mit Ölfarben umgeht. 
Heute und gestern fand ich jedoch einen Ausweg aus dieser "Ölkrise": Einfach weitermachen. 
So malte ich also Schicht um Schicht weiter und siehe da, es wurde besser. 
Mittlerweile sieht das Gemälde schon recht brauchbar aus. Mit Glück bekommt Ihr es in den kommenden Wochen zu sehen. 

Liebe Grüße,
Linus Misera
 
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Aus dem Skizzenbuch: Ohne Titel

Guten Abend lieber Leser, 
Da bin ich wieder mit Neuem aus meinem Skizzenbuch. Gegenstand der heutigen Betrachtung ist eine Skizze der ich bisher keinen Titel zugewiesen habe obwohl sie tatsächlich zu den Skizzen gehört die mir etwas besser gefallen. Abgebildet ist ein unbekleideter Mann der anstelle von Händen lediglich Küchengeräte besitzt. So einfallslos die Idee, so anatomisch unkorrekt die Umsetzung. Dennoch habe ich den guten Herren irgendwie schätzen gelernt. Vielleicht gelingt es Euch ja auch. 

Kleine Bemerkung am Rande: Neue Posts erscheinen ab jetzt IMMER Samstags um 18:00 anstatt wie bisher um Mitternacht am Dienstag.

Also bis dahin, 
Linus Misera


Ohne Titel



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Stimmungsbild: Früchte des Zorns

"Oh Nein! Jetzt fängt der Mistkerl auch noch mit diesem doofen Geposte willkürlicher Eingebungen und Emotionen an! Bäh!"
 
Ja, solche Reaktionen sind nachvollziehbar. Eigentlich wollte ich den Blog hier ja auch hauptsächlich mit meinen Bildern und Gedichten füllen anstatt nebensächliche Perönlichkeitsdarstellungen zum Gegenstand der Betrachtung zu machen. Keine Sorge: Der wöchentlich Kunstpost, jeden Mittwoch, wird nach, wie vor nur Dinge von meinem Schreibpult oder aus meinem Atelier enthalten und so bleiben wie gewohnt.
Die neue "Stimmungsbild"-Kategorie ist mehr Selbsttheraphie als irgendetwas anderes. Wahllose Gedankenfetzen müssen manchmal einfach irgendwo hin.

Eigentlich wollte ich aber nur ein Lied posten. Ein Lied, dass ich seit Tagen immerzu summe und das ich für einen lyrischen Geheimtipp halte:

Früchte des Zorns - Das Herz ist ein Muskel in der Größe einer Faust




PS: Checkt auch meine neue Termine-Seite

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Gemälde: Die Liebe der Abgetriebenen

Guten Abend Ihr Lieben,
heute geht es ausnahmsweise mal etwas farbenfroher zur Sache, es geht um "Die Liebe der Abgetriebenen". Das Bild ist vor etwa zwei Wochen entstanden als ich mit einem befreundeten Künstler eine Nacht durchgearbeitet habe. Es ist bisher eines meiner größten Gemälde und ist mit Acryl auf eine Hartfaserplatte gemalt. Zu sehen sind zwei Gesichter wie ich sie in letzter Zeit sehr häufig abbilde: Leere Augen, überzeichnete Gesichtszüge. Was wirklich neu an dem Gemälde ist, sind die Regenbögen die aus den Köpfen hervorbrechen und sich unterhalb der schwebenden Gesichter treffen.
Die Arbeit hat insgesamt etwa 6 Stunden gedauert, mit kleinen Futterpausen zwischendurch. 

Bis nächste Woche,
Linus Misera 

Die Liebe der Abgetriebenen



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Aus dem Skizzenbuch: Eiter und Alter

Guten Abend, 
Und weiter geht's mit diversen Auszügen aus meinem Skizzenbuch. Heute mal ein zwei Bilder die sowohl formal als auch inhaltlich zusammengehören. Die folgenden Skizzen sind beide im Geschichtsunterricht entstanden und sind, das muss ich gestehen, entfremdete Porträts von Mitschülern. Selbstredend sind sie weit genug entfremdet um eine klare Zuordnung unmöglich zu machen. 
Als weitere Inspiration diente der Robert-Rodriguez-Film "Planet Terror" von 2007.

Bis nächste Woche,
Linus Misera
Skizze No. 1

Skizze No.1



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